Methodik

Definierte Prüfkataloge, dokumentierte Nachweise, versionierte Ergebnisse.

Axiomify nutzt KI-gestützte Recherche und Analyse innerhalb eines definierten Prüfumfangs. Quelle, Dokument, Nachweis, Befund und fachliche Entscheidung bleiben getrennte Ebenen.

Befundstatus

Prüffrage, Nachweis-Erwartung und Abgrenzung stehen vor dem Befund fest.

Vier Status beschreiben, was im analysierten Prüfumfang belegt werden konnte. Ein Status ist keine rechtliche Bewertung.

Identifiziert

Die definierte Information ist mit einem geeigneten Nachweis im Prüfumfang verbunden.

Teilweise identifiziert

Ein Teil der erwarteten Merkmale ist belegt; fehlende Elemente bleiben benannt.

Nicht identifiziert

Im analysierten Prüfumfang wurde kein geeigneter Nachweis für die Prüffrage gefunden.

Unklar

Formulierung, Dokumentbezug oder Kontext tragen keine eindeutige Zuordnung.

Versionen und Informationslücken

Dokumentstand und Analysezeitpunkt gehören zum Ergebnis.

Ein Ergebnis führt den verwendeten Katalog, den analysierten Dokumentstand und den Zeitpunkt von Recherche oder Analyse. Ein späterer Lauf erzeugt einen neuen, eigenständig referenzierten Stand. Zum Stichtag bleibt so dokumentiert, worauf sich eine Entscheidung stützt: Befunde, Quellen und der analysierte Dokumentstand.

Fehlende Quellen, nicht enthaltene Anlagen, technisch nicht erreichbare Inhalte und mehrdeutige Formulierungen werden nicht ergänzt. Sie erscheinen als sichtbare Informationslücke oder als unklarer Befund.

Versionskontext

Lauf
eindeutige Analysereferenz
Katalog
Kennung und Versionsreferenz
Dokument
Titel, Version und Quelle
Zeit
Abruf-, Analyse- und Exportzeitpunkt

Lückenkontext

Quelle fehlt
im Rechercheumfang nicht identifiziert
Anlage fehlt
nicht Teil des analysierten Dokuments
Formulierung mehrdeutig
Status Unklar
Umfangsgrenze
im Befund oder Bericht ausgewiesen

Wiederholqualität

Dieselbe Prüfqualität – auch beim zwanzigsten Vendor.

Axiomify hält die Prüfstruktur über Vendoren und wiederkehrende Mandate hinweg konstant. So bleiben Ergebnisse auch bei vielen Vendoren nach derselben Logik dokumentiert und weitergabefähig.

Diese strukturierte Zuarbeit ergänzt Mandats- und Facharbeit; sie ersetzt weder Beratung noch rechtliche Würdigung oder fachliche Entscheidung. Die Verantwortung bleibt bei den zuständigen Personen.

Abgrenzung

DORA, NIS2 und Auslagerung: eng gefasst.

Viele geprüfte Inhalte – etwa Subprocessor-Strukturen, Auditrechte, Melde- und Unterstützungspflichten, Löschung und Exit – können auch in DORA-, NIS2- und Auslagerungskontexten relevant sein. Axiomify liefert dazu dokumentbezogene Zuarbeit: Befunde mit Quelle und Fundstelle, als Bericht weitergabefähig.

Der GDPR Readiness Indicator und der DPA Indicator ersetzen keine DORA-, NIS2- oder Auslagerungs-Assessments. Sie prüfen Vendor-Dokumente und Auftragsverarbeitungs-Verträge entlang eigener, versionierter Kataloge. Ob ein Befund für eine DORA- oder NIS2-Anforderung ausreicht, entscheidet das Unternehmen.

Berichtspaket

Drei Berichte, ein gemeinsamer Prüfpfad.

Management-Zusammenfassung, Legal Evidence Report und Technischer Anhang entstehen aus demselben Analyselauf und führen dieselben Befund-, Quellen- und Dokumentreferenzen weiter. Das Paket wird kontrolliert in bestehende Prüf- und Entscheidungsprozesse übergeben; Zielprozess und Datenumfang werden separat definiert.

Drei nebeneinander liegende Dokumentkarten zeigen Management-Zusammenfassung, Legal Evidence Report und Technischen Anhang; eine gemeinsame Referenzlinie führt alle drei Karten auf denselben Analyselauf zurück.
Drei Dokumentkarten – Management-Zusammenfassung, Legal Evidence Report, Technischer Anhang – laufen über eine gemeinsame Referenzlinie auf denselben Analyselauf zurück.

KI-gestützte Analyse und Verantwortung

KI unterstützt Recherche und Strukturierung innerhalb definierter Grenzen.

Axiomify setzt KI-gestützte Verfahren für Recherche, Dokumentklassifikation und die Analyse je Prüfpunkt ein. Versionierte Kataloge und dokumentierte Ausgaben begrenzen den Analysepfad.

Automatisierte Ergebnisse können unvollständig oder fehlerhaft sein. Deshalb bleibt jeder Befund an Quelle und Fundstelle nachprüfbar: Verantwortliche Personen prüfen Dokumentbezug, Kontext und fachliche Bedeutung und treffen die Entscheidung – nicht das System.

Methodische Grenzen

  • die externe Dokumentlage kann unvollständig oder verändert sein
  • Dokumentqualität und Sprache beeinflussen die Analyse
  • mehrdeutige Klauseln benötigen fachliche Auslegung
  • die Nachweiskette belegt den Prüfpfad, nicht die Richtigkeit der Schlussfolgerung

Nächster Schritt

Prüfkatalog, Nachweis und Ergebnis an einem konkreten Beispiel nachvollziehen.

Die Demo zeigt den vollständigen Pfad vom Dokument bis zum Berichtspaket – einschließlich der Einordnung, was die jeweilige Analyse trägt.